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Das Epilepsi Netz

Im Deutschen auch Fallsucht oder Krampfleiden genannt

Das Epilepsi Netz

Beitragvon Seele » 24.01.2009, 11:35

Das Epilepsie Netz
Den ganzen Text mit externen Links findet ihr auch unter
http://www.repage3.de/member/csek-hilfe ... enetz.html da ich aus Zeilengründen nicht alle hier vollständig angeben kann!

Was ist Epilepsie?
Bei Epilepsie handelt es sich um eine chronische Krankheit des Zentralnervensystems. Genau genommen handelt es sogar um eine Gruppe von Erkrankungen, da es viele verschiedene Erscheinungsformen gibt, deren komplexe Klassifikation von einer Kommission der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) festgelegt wurde.
Epilepsie ist zu unterscheiden von einzelnen epileptischen Anfällen, denn jemand, der einmal einen epileptischen Anfall erleidet, leidet noch nicht an Epilepsie. Fast jeder Mensch erleidet einmal im Leben einen epileptischen Anfällen - entweder um das 7te-Lebensjahr herum oder zur Pubertätszeit - die meisten bekommen es oft gar nicht mit - manchmal tritt er im Schlaf auf!
Erst wenn mindestens zweimal spontan und ohne erkennbare Ursache ein epileptischer Anfall auftritt, spricht man von dem Krankheitsbild Epilepsie. Epileptische Anfälle, ob als einmaliges Ereignis oder innerhalb einer Epilepsie, entstehen durch Störungen im Gehirn. Diese Störungen entstehen aufgrund einer kurz andauernden vermehrten Entladung von Nervenzellen.
Die Nervenzellen im menschlichen Gehirn arbeiten bei gesunden Menschen geordnet und koordiniert. Das Hirn steuert etwa beabsichtigte Bewegungen, indem die zuständigen Nervenzellen entsprechende Signale für die Bewegung richtig dosiert an die entsprechenden Muskeln senden. Diese Abläufe sind durch ein genau abgestimmtes System koordiniert. Bei einer Epilepsie ist das System gestört. Diese Störung äußert sich darin, dass Gruppen von Nervenzellen unkoordiniert und in schneller Folge Signale an die Muskeln senden. Diese produzieren dadurch Bewegungen, die nicht sinnvoll sind und auch nicht dem Willen des Betroffenen unterliegen. Stattdessen kann es etwa zu Muskelkrämpfen kommen, die zu schnellen und wahllosen Bewegungen führen können.
Es kann vorkommen, dass im Laufe eines Anfalls immer mehr Nervenzellen von der Störung betroffen sind und somit auch immer mehr Muskelgruppen reagieren, so dass sich ein epileptischer Krampf z. B. von einem Arm über das Bein bis auf die andere Körperhälfte ausdehnt.

Die Nervenzellen des Gehirns steuern nicht nur die Körperbewegungen, einige Gruppen der Zellen sind auch für das Denken und das Bewusstsein des Menschen verantwortlich. Wenn ein Epileptiker während eines Anfalls also das Bewusstsein verliert, ist das ein Zeichen dafür, dass diese Nervenzellen-Gruppen von der Störung betroffen sind.
Aufgrund der hohen Komplexität des Gehirns und der vielfältigen Aufgaben der Nervenzellen, kann ein epileptischer Anfall sich je nach betroffener Zellengruppe in heftigen Zuckungen äußern oder ganz ohne wahrnehmbare äußere Bewegungen ablaufen. Es ist auch möglich, dass ein Anfall so subtil ist, dass nicht einmal der Betroffene selbst erkennt, dass er einen epileptischen Anfall erleidet, da er sich nur einen Moment lang komisch, unbehagt fühlt oder kurz unkonzentriert ist.

Epilepsie ist eine der häufigsten chronischen Krankheiten überhaupt und war schon in den antiken Kulturen bekannt. Die Beurteilung der Erkrankung war sehr unterschiedlich. In der griechischen Antike beispielsweise ging man von einem göttlichen Ursprung aus, während im Mittelalter eine göttliche Strafe oder dämonische Besessenheit als Ursache gesehen wurde. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte wissenschaftlich bewiesen werden, dass Epilepsie wie alle Krankheiten natürlichen Ursprungs ist.

Leider wird oft noch Epilepsie in einigen Regionen zum Exorzismus gestellt und eingestuft in teuflischer Besessenheit! Aber darüber habe Ich schon an anderer Stelle ausführlich geschrieben im Bezug meiner jahrelangen Arbeit mit Epileptikern und ihre Angehörigen so wie Einstellungen der katholischen Kirche und ihre Ausbildungen in Krankenpflegeschulen bis in die 80. Jahre hinein - Epilepsie die Macht des Bösen und des Zeichen Satans und für viele Angehörige damals eine Strafe Gottes durch den zweiten Weltkrieg!

Nun im Mai 2008 gab es dazu noch mal eine Reformbewegung im Zusammenhang mit "Vatikan will 3000 neue Teufelsaustreiber im Kampf gegen das Böse einsetzen" - Exorzist – ein Beruf mit Zukunftsaussichten! Denn jetzt will der Vatikan neue Teufelsaustreiber einsetzen – einen in jeder der über 3000 Diözesen. Unter der Regentschaft von Papst Benedikt XVI. erleben Teufelsaustreiber wieder einen Aufschwung!
Die Reformbewegung «Wir sind Kirche» hat den Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker aufgefordert, den umstrittenen Exorzismus in der katholischen Kirche zu unterbinden!
Die Kirchenvolksbewegung im Erzbistum Paderborn appellierte an Becker, sich bei der Bischofskonferenz für eine vollständige und unwiderrufliche Abschaffung des Exorzismus mit seinen Riten einzusetzen. Die katholische Kirche sollte endgültig einen Schlussstrich unter Vorstellungen ziehen, die dem Mittelalter verhaftet seien, heißt es im Brief weiter. Anstelle von Teufelsaustreibungen seien psychotherapeutische und sozialpädagogische Hilfen gefragt.
Dem Aufruf haben sich Chefärzte der von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel und des Evangelischen Johannesstiftes angeschlossen. Im Interesse von Patienten sei es erforderlich, vor dem grundfalschen Konzept einer Besessenheit bei Behandlungsbedürftigen psychischen und hirnorganischen Erkrankungen dringend zu warnen, heißt es in deren Stellungnahme.

Nun diese Seite und die vielen ausgewählten Links sollen nun Aufklären und Informieren!

Die Symptome sind je nach Anfallsart unterschiedlich.
Die epileptischen Anfälle sind von der "The International League Against Epilepsy" ILAE definiert und in generalisierte und partielle Krampfanfälle unterteilt.

Im Groben unterscheiden wir hier kurz dargestellt:

Partielle Anfälle
Die partiellen Anfälle werden auch Herdanfälle oder fokale Anfälle genannt, weil bei ihnen nur eine engumschriebene Hirnregion in einer Gehirnhälfte betroffen ist. Das bedeutet, dass es im Gehirn nur einen „Krankheitsherd“ („Fokus“ = lat. „Herd“) gibt, von dem die Erkrankung ausgeht. Die partiellen Anfälle werden noch einmal unterteilt in einfach partielle Anfälle, komplex partielle Anfälle, partielle Anfälle unbekannten Typs und komplex partielle Anfälle mit sekundärer Generalisierung.

Einfach partielle Anfälle
Von einfach partiellen Anfällen spricht man, wenn der Betroffene während des Anfalls bei Bewusstsein ist und angemessen auf seine Umgebung reagieren kann. Diese Form der partiellen Anfälle kann verschiedene Symptome auslösen, nämlich motorische, sensible, autonome und psychische.
Motorische Symptome betreffen die Bewegung. Sie äußern sich in örtlich umrissenen Muskelzuckungen z. B. im Gesicht oder in nur einer Gesichtshälfte, in einer Hand oder in einem Fuß.

Bei sensiblen Symptomen sind verschiedene Sinneseindrücke betroffen. Dabei kann es zu ungewöhnlichen Empfindungen wie Gefühllosigkeit, Kribbeln, Brennen, Wärme oder Kälte in einem Körperteil kommen. Manche Betroffene sehen Lichter oder Farben oder nehmen Gegenstände in ihrer Umgebung als zu groß oder zu klein wahr. Bei anderen Patienten beziehen sich die Symptome auf das Gehör, sie hören Stimmen, Musik oder andere Geräusche. Auch Geschmacks- oder Geruchsempfindungen sowie Schwindelgefühle zählen zu den sensiblen Symptomen.

Die psychischen Symptome äußern sich in sehr intensiven Erlebnis-Empfindungen, dazu gehören Déjà-vu-Erlebnisse, Traumzustände und Unwirklichkeitsgefühle.

Autonome Symptome betreffen die nicht bewusst steuerbaren Körperfunktionen, sie äußern sich in Form von Empfindungen, die die Betroffenen nicht exakt in Worte fassen können und stattdessen mit „komischem Gefühl“ umschreiben. Aber auch Frösteln, Herzklopfen, Druckgefühl in der Brust, Angst und innere Unruhe zählen zu den autonomen Symptomen. Diese Empfindungen werden vom Patienten selbst wahrgenommen und können von ihm auch bezeichnet werden. Man spricht hier von der so genannten Aura (griech.: „Wahrnehmung eines Lufthauchs“), eine Art Vorgefühl, das häufig Krampfanfällen mit Bewusstseinsverlust vorausgeht. Denn nicht selten gehen einfach partielle Anfälle in komplex partielle Anfälle über.

Komplex partielle Anfälle
Bei komplex partiellen Anfällen kommt es zu einer Bewusstseinsstörung des Patienten. Diese Störung kann sich in Form von Erinnerungslücken, Verwirrtheitszuständen, leichter Benommenheit oder auch Bewusstlosigkeit äußern. Alle Symptome der einfach komplexen Anfälle können in Verbindung mit einer Bewusstseinsbeeinträchtigung auch bei den komplex partiellen Anfällen auftreten.

Darüber hinaus sind für die komplex partiellen Anfälle Automatismen, also automatisch ablaufende Bewegungen, charakteristisch. Man unterscheidet Kau- und Essautomatismen (z. B. Kauen, Schmatzen, Schlucken), mimische Automatismen (z. B. Gesichtsausdruck der Angst, des Glücks), Handlungsautomatismen (z. B. Zupfen, Nesteln, Streicheln), verbale Automatismen (unverständliches Sprechen) und ambulatorische Automatismen (z. B. aufstehen und wieder hinsetzen, umhergehen). Wenn der Anfall länger andauert, können sogar kompliziertere, geordnete Handlungsabläufe (z. B. Entkleiden, auf einen Stuhl steigen) vollzogen werden.

Da bei dieser Form der epileptischen Anfälle häufig auch das Vegetative Nervensystem mitbetroffen ist, kann es zu Hautrötungen bzw. Hautblässe, Schweißausbrüchen und vermehrter Speichelbildung kommen. Das Ende von komplex partiellen Krampfanfällen ist oft nicht genau festzustellen, da sie allmählich abklingen. Meist kann sich der Betroffene hinterher nicht mehr an den einige Minuten bis eine Viertelstunde dauernden Anfall erinnern.
Partielle Anfälle unbekannten Typs

Von partiellen Anfällen unbekannten Typs spricht man dann, wenn bei einem Anfall nicht zwischen einfach und komplex partiellem Anfall unterschieden werden kann.
Komplex partielle Anfälle mit sekundärer Generalisierung
Komplex partielle Anfälle mit sekundärer Generalisierung sind komplex partielle Anfälle, die sich zu generalisierten Anfällen ausweiten.

Generalisierte Anfälle
Bei den generalisierten Anfällen ist kein fokaler Beginn des Anfalls zu erkennen wie bei den partiellen Anfällen. Stattdessen sind hierbei beide Hirnhälften von der Erkrankung betroffen. Bei diesen epileptischen Anfällen kann es zu Begleiterscheinungen wie Pupillenstarre, Atemstillstand, Herzrasen, Blutdruckanstieg und anderen Symptomen kommen, die auf ein Betroffensein des Vegetativen Nervensystems hindeuten (s.o.).

Generalisierte Anfälle werden unterteilt in
· tonisch-klonische Anfälle,
· Absencen,
· myoklonische Anfälle und
· atonische Anfälle.

Tonisch-klonische Anfälle
Die tonisch-klonischen Anfälle gehören zum Typ der konvulsiven Anfälle. Tonisch-klonische Anfälle werden auch als „Grand-mal-Anfälle“ bezeichnet, sie sind die typischen „großen“ Anfälle. Diese Anfälle laufen meistens in mehreren Stadien ab. Manchmal werden sie durch ein unbestimmtes Vorgefühl (Aura) angekündigt, doch meist verlieren die Betroffenen das Bewusstsein ohne Vorwarnung. Zur Bewusstlosigkeit kommt ein tonischer Krampf. Das bedeutet, dass sich die Betroffenen am ganzen Körper plötzlich versteifen.

Häufig beginnt der Krampf zusätzlich zu der Bewusstlosigkeit mit einem Schrei oder einem Stöhnen. Zu Beginn der Anfälle kann es auch zu Atemstillstand kommen. Abgesonderter Speichel ist ebenfalls nicht selten, er kann blutig verfärbt sein, wenn der Patient sich aufgrund des Krampfanfalls auf die Zunge gebissen hat. Da die Anfälle meist völlig unvorhergesehen auftreten, besteht eine hohe Sturzgefahr für die Betroffenen. Bei diesen Stürzen kann es zu Verletzungen in Gesicht, an Armen und Schultern kommen, da der Patient sich nicht abfangen kann. Der tonische Krampf kann außerdem mit versteinertem Gesicht und verdrehten Augen einhergehen. Er dauert circa 10 bis 30 Sekunden.

Der tonische Krampf geht dann schnell in ein klonisches Stadium über. Dieses kann 40 bis 60 Sekunden andauern. Dabei treten rhythmische Zuckungen großer Muskelgruppen auf, die sich besonders an Armen, Beinen und Kopf zeigen. Aus den symmetrischen Muskelzuckungen resultieren unkoordinierte Bewegungen des gesamten Körpers. Tonische Krampfanfälle können auch alleine auftreten, meist aus dem Schlaf heraus.

Tonisch-klonische Anfälle enden mit einer allgemeinen Muskelerschlaffung. Doch auch in dieser Phase können noch vereinzelt Zuckungen von Muskeln auftreten. In der Regel sind Epileptiker nach einem tonisch-klonischen Anfall etwa zwei Minuten nicht ansprechbar und danach sehr müde oder die Bewusstlosigkeit geht fließend in einen tiefen Schlaf über. Dieser Schlaf kann zwischen ein paar Minuten und mehreren Stunden andauern. Die Betroffenen können sich höchstens an ihre unbestimmten Vorgefühle (wenn sie denn aufgetreten sind), nicht jedoch an den Anfall selbst erinnern.
Atonische Anfälle

Auch die atonischen Anfälle gehören zur Gruppe der konvulsiven Anfälle. Im Gegensatz zu den tonischen Anfällen kommt es nicht zu einer Versteifung der Muskulatur, sondern zu einem plötzlichen Nachlassen der Muskelspannung. Bei atonischen Anfällen verlieren die Betroffenen selten das Bewusstsein, sondern nehmen die Anfälle bewusst wahr. Da diese Anfälle meist symmetrisch ausgeprägt sind, also z. B. beide Beine betroffen sind, bergen sie eine gewisse Sturzgefahr. Die Schwere der Anfälle ist allerdings sehr unterschiedlich. Die Symptome reichen von Kopfnicken und Absinken von Gliedmaßen über Einknicken der Beine bis zum In-sich-zusammensacken und Zu-Boden-fallen.

Absencen
Absencen sind nicht konvulsive Anfälle, die auch „Petit-mal“ genannt werden. Sie sind die mildeste Form der generalisierten Anfälle und durch das Symptom einer kurzen Bewusstseinsstörung gekennzeichnet. Das heißt, dass bei dem Betroffenen eine Bewusstseinspause auftritt, die bis zu 30 Sekunden anhalten kann. Als Symptome können starrer Blick, erschlaffte Gesichtsmuskeln, ein dadurch abwesend oder schläfrig erscheinender Gesichtsausdruck auftreten sowie plötzlich unterbrochene Tätigkeiten, die in der Regel nach dem Anfall wieder aufgenommen werden. Bei einigen Epileptikern kann es aber auch vorkommen, dass die Tätigkeit während des Anfalls quasi automatisch weitergeführt wird. Während des Anfalls reagieren Betroffene für gewöhnlich nicht auf Ansprache. Sie haben in der Regel keine Erinnerung an den Anfall, bemerken aber häufig, dass sie z. B. den roten Faden des gerade Geschriebenen verloren haben. Die Symptome von Absencen können zusätzlich auch klonische, atonische oder tonische Merkmale aufweisen. Absencen treten häufig im Schulalter auf.

Myoklonische Anfälle
Unter myoklonischen Anfällen versteht man epileptische generalisierte Anfälle, die durch einzelne oder unregelmäßig sich wiederholende Zuckungen einzelner Muskelgruppen gekennzeichnet sind. Meist verlaufen diese Muskelzuckungen (Myoklonien) symmetrisch und betreffen vorwiegend den Gesichtsbereich, Schultern und Arme. Während der Anfälle fallen zuvor festgehaltene Gegenstände zu Boden oder werden weggeschleudert. Es kann vorkommen, dass auch die Beine von einem myoklonischen Anfall betroffen sind, dann knicken die Beine ein und es kann zu Stürzen kommen. Das Bewusstsein der Betroffenen ist während eines solchen Anfalls nicht beeinträchtigt. Myoklonische Anfälle können einzeln oder als mehrere schnell hintereinander auftretende Anfälle auftreten, besonders in der Zeit nach dem Aufwachen. Durch Schlafentzug und vorzeitiges Wecken wird die Wahrscheinlichkeit eines myoklonischen Anfalls erhöht werden.

Diagnose
Für die Diagnostik steht zunächst eine Erhebung der Krankengeschichte, die Anamnese, an erster Stelle. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf Vorerkrankungen, die eventuell Hirnschädigungen zur Folge hatten, die nun die Epilepsie verursachen. Wichtig ist auch die Beschreibung der Anfälle. Wenn das dem Betroffenen selbst nicht möglich ist, sollte jemand, der einen Anfall beobachtet hat, diesen beschreiben. Je detaillierter die Beschreibung ausfällt, desto leichter fällt es dem behandelnden Arzt, auf dieser Grundlage eine erste Diagnose zu stellen. Daneben ist natürlich eine körperliche Untersuchung wichtig, besonders des Nervensystems. Blutuntersuchung und bildgebende Untersuchungsverfahren, insbesondere das Elektroenzephalogramm (EEG), sind ebenfalls wichtige Elemente der Diagnose.

Bei einem EEG wird der Verlauf der elektrischen Aktivitäten der Nervenzellen im Gehirn aufgezeichnet, die zu diagnostischen Zwecken auch grafisch dargestellt werden können. Für die Erstdiagnostik ist dieses Verfahren hilfreich, um die Bereitschaft für epileptische Anfälle festzustellen. Außerdem können die Anfälle eingeordnet und bei partiellen Anfällen der Krankheitsherd im Gehirn lokalisiert werden.

Hirnschädigungen können mit Hilfe bildgebender Verfahren wie der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) entdeckt werden. Diese Methode ist sehr aufwändig und teuer, aber sie kann exakt die epilepsieauslösenden Bereiche des Hirns aufzeigen.
Durch eine sorgfältige Diagnose kann geklärt werden, ob es sich bei der Erkrankung des Patienten um einzelne epileptische Anfälle, eine Epilepsie oder eine andere Krankheit handelt, deren Symptome sich mit denen einer Epilepsie überschneiden. So können beispielsweise Psychosen/Depressionen ähnliche Merkmale aufweisen, müssen jedoch ganz anders behandelt werden.

Therapie
Bei der Therapie ist zwischen der Behandlung eines akuten epileptischen Anfalls und der Langzeittherapie einer Epilepsie zu unterscheiden.

Behandlung akuter Anfälle
Bei den meisten akuten Anfälle ist es nicht nötig, dass Außenstehende eingreifen, da die Anfälle nach wenigen Minuten von allein enden. Es ist sogar möglich, dass es von dem Betroffenen als unangenehm empfunden wird, wenn jemand nur wegen eines „einfachen“ Anfalls den Notarzt verständigt. Hilfsmaßnahmen sollten dann ergriffen werden, wenn Verletzungsgefahr besteht. Dann sollten Gegenstände in der unmittelbaren Umgebung entfernt und der Betroffene, wenn möglich, abgepolstert werden. Auf keinen Fall sollte man versuchen, den Betroffenen festzuhalten oder einen Mundkeil zu verwenden. Unter Umständen kann ein akuter epileptischer Anfall durch bestimmte Antikonvulsiva unterbrochen werden.

Diese Antikonvulsiva stammen aus der Gruppe der Benzodiapine und sind für eine Dauerbehandlung nicht geeignet, weil sie zu psychischer Abhängigkeit führen können.
Bleibt es nicht bei einem einzelnen Anfall, sondern folgen dem ersten weitere, sodass die Anfälle in kurzer Zeit gehäuft auftreten, spricht man vom Status epilepticus. In dieser Notfallsituation sollte umgehend ärztliche Hilfe angefordert werden.

Langzeittherapie
Mit der Langzeittherapie sollen epileptische Anfälle dauerhaft verhindert werden, sodass der Betroffene irgendwann anfallsfrei ist und zwar möglichst ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Bei Kindern sollte darüber hinaus eine unbeeinträchtigte Entwicklung trotz der Therapie gewährleistet sein.
In den meisten Fällen können die Anfälle mit Hilfe einer medikamentösen Monotherapie kontrolliert werden, das heißt es wird nur ein Medikament verabreicht. Schlägt die Monotherapie nicht an, wird von pharmakoresistenter Epilepsie gesprochen. Bei Patienten, denen die Monotherapie nicht hilft, kann die Einnahme weiterer Antiepileptika helfen. Diese Zusatztherapie führt, wenn nicht zu einer dauerhaften Anfallsfreiheit, so doch zu einer Reduzierung der Anfallshäufigkeit und einer Verringerung der Anfallsschwere.

Ist der Patient mit einer medikamentösen Behandlung mindestens zwei Jahre anfallsfrei, kann über eine allmähliche Absetzung der Medikamente nachgedacht werden. Dabei müssen die Risiken erneuter Anfälle und ihre möglichen Auswirkungen gut gegen die wahrgenommene Beeinträchtigung durch die Medikamente abgewogen werden. Gute Chancen einer dauerhaften Anfallsfreiheit nach Beendigung der Therapie bestehen, wenn der Patient während der Therapie zwei bis fünf Jahre anfallsfrei war, er unter nur einem Anfallstyp litt, eine normale Intelligenz und ein normaler neurologischer Befund besteht sowie ein EEG, das sich während der Therapie normalisiert hat.

Epilepsiechirurgie
Ist trotz individuell optimaler Wahl und Dosierung der Antiepileptika eine zufriedenstellende Anfallskontrolle nicht möglich, kann bei partiellen Anfällen auch ein chirurgischer Eingriff vorgenommen werden. Für diese Epilepsiechirurgie ist eine gewissenhafte Untersuchung im Vorfeld nötig, die prägchirurgische Diagnostik. Dabei wird der Epilepsie auslösender Krankheitsherd im Gehirn exakt lokalisiert.
Sehr wichtig ist auch die Abschätzung der Auswirkungen, die entstehen, wenn dieses Hirnareal operativ entfernt wird.
Verläuft die Operation erfolgreich, wird in bis zu 80 % der Fälle eine Anfallsfreiheit oder eine Reduzierung der Anfallsschwere und/oder Anfallshäufigkeit erzielt.

Ketogene Diät
Unter ketogener Diät ist eine spezielle Ernährungsweise zu verstehen, bei der Nahrung mit einen sehr hohen Fettanteil, jedoch nur geringen Anteilen von Kohlenhydraten und Eiweiß aufgenommen wird. Dadurch kommt es zu einer Stoffwechsellage mit überwiegender Fettverbrennung und der Bildung von Ketonkörpern (Ketose).
Der genaue Wirkmechanismus der ketogenen Diät ist bis heute nicht geklärt, aber eine Anwendung erwies sich bei Epileptikern als effektiv. Die ketogene Diät kann zusammen mit Medikamenten auch bei schwerbehandelbaren Epilepsien zu einer Anfallsreduzierung führen.
Normalerweise wird die Diät zwei Jahre lang durchgeführt. Dabei kann es anfangs zu Nebenwirkungen wie Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung sowie Diätverweigerung kommen. Durch die Diät ist außerdem das Risiko für die Entstehung von Nierensteinen erhöht und oft erhöhen sich die Blutfettwerte massiv. Mögliche langfristige Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind aufgrund fehlender Daten nicht abzuschätzen. Bei einem Teil der Betroffenen hält der während der Diät erzielte Effekt über die Beendigung hinaus an.

Epilepsie im Alltag
Neben der medizinischen Behandlung gibt es noch einige Tipps, mit denen die Wahrscheinlichkeit eines epileptischen Anfalls verringert werden kann. Eine geregelte Lebensführung steht dabei an erster Stelle. Insbesondere geregelte Schlafgewohnheiten sind von großer Bedeutung. Ein regelmäßiger Tagesablauf allein führt schon zu einer Senkung der Anzahl der Anfälle, wohingegen starke Reize wie ausgeprägter Stress, starke Stimmungsschwankungen oder plötzlich stark auftretende Emotionen wie Angst, Freude, rascher Klimawechsel, Flackerlicht in Diskotheken oder auch langes Fernsehen und PC oder Nintendo Spiele Anfälle auslösen können. Auch größere Mengen Alkohol können epileptische Anfälle auslösen und zu Wechselwirkungen mit eingenommenen Antiepileptika oder anderen Medikamenten führen.
Des Weiteren kommen Farben z.B. Raumfarben zur Geltung aus meiner Erfahrung waren dabei insbesondere grelle Farbtöne oder Rosa! Farbtöne ohne Schimmer und glänzenden Effekt waren hier eher zum Vorteil z.B. Weiß in Matton! Auch ätherische Öle oder Parfüm sollte man meiden! Oder noch stark ausdünstende lackierte Möbel!

Gelegentlich ein Glas Wein oder Bier ist allerdings dennoch möglich. Rauchen löst zwar keinen Anfall aus, kann aber die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen und dadurch ebenfalls negativ auf die Epilepsie wirken. Bei sehr starkem Rauchen kann es auch zu Wechselwirkungen zwischen Nikotin und den eingenommenen Medikamenten kommen. Betroffene sollten außerdem darauf achten, eine leicht verdauliche, vitaminreiche Mischkost zu sich zu nehmen, starke Gewichtsschwankungen und Übergewicht zu vermeiden, da das die Wirkung der Antiepileptika beeinträchtigen kann.

Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von etwa zwei Litern am Tag, denn Durst kann einen epileptischen Anfall auslösen.
Kaugummi und weiche Federkopfkissen können bei einem Anfall zu Atemnot oder sogar zu Ersticken führen. Daher sind für Epileptiker härtere Kissen z. B. mit Rosshaar- oder Kunststofffüllung besser geeignet. So wie weiche Kissen wegen der Erstickungsgefahr zu vermeiden sind, sollte auch auf Baden ohne Aufsicht verzichtet werden, da es sonst in der Badewanne zum Ertrinken kommen kann.

Aus dem gleichen Grund sollten auch keine Wassersportarten ausgeübt werden. Auch von Leistungssport ist abzuraten. Allgemein haben sportliche Aktivitäten wie z. B. Mannschaftssportarten oder Leichtathletik (kein Stabhochsprung) jedoch viele Vorteile. Jede Sportart birgt allerdings gewisse Risiken, deshalb sollten vor der Ausübung individuell mit dem behandelnden Arzt das Für und Wider abgesprochen werden. Prinzipiell sollten auch die Mannschaftskollegen und Trainer über die Krankheit informiert werden. Durch den Sport erhöhen sich die körperliche Kraft, Widerstandsfähigkeit und Ausdauer, die Bewegungsabläufe werden harmonisiert, das Reaktionsvermögen verbessert und die soziale Integration gefördert.

Besonders der letzte Aspekt ist nicht zu unterschätzen, da Epilepsie die Betroffenen in einigen Lebensbereichen ziemlich einschränken kann und im Gegensatz zu vielen anderen Krankheiten immer noch häufig mit einem Stigma besetzt ist, das die Betroffenen sehr belasten kann. So können sich durch die Krankheit nicht nur bei der Berufswahl Einschränkungen ergeben (laut den Unfallverhütungsvorschriften gibt es einige Berufe, die nicht-anfallsfreie Epileptiker nicht ausüben dürfen), auch bei der Arbeitssuche kann sie von Nachteil sein. Epileptiker, die nicht anfallsfrei sind, sind verpflichtet einen potentiellen Arbeitgeber über die Krankheit zu informieren und oft haben Arbeitgeber Bedenken, einen Epileptiker einzustellen.

In einer solchen Situation kann es hilfreich sein, den behandelnden Arzt hinzuzuziehen. Dieser kann dann über die Art und Schwere der Epilepsie informieren und Tipps für den Umgang im Berufsalltag geben. Bei der Berufswahl gilt generell, dass die Eignung für den gewünschten Beruf individuell zu prüfen ist.

Wichtig ist regelmäßig alle drei Monate ein großes Blutbild und Medikamentenspiegel erstellen lassen!

Was noch offen ist ist der Bereich Alkoholepilepsie

Bei schwerem und langdauerndem Missbrauch von Alkohol können die damit verbundenen Schädigungen des Gehirns zu einer symptomatischen Epilepsie führen, die manchmal auch als Alkoholepilepsie bezeichnet wird. Die Hirnschäden können dabei in direkten Auswirkungen des Alkohols und auch in indirekten Schädigungen wie alkoholbedingten Stürzen mit Hirnverletzungen bestehen. In solchen Fällen zeigen sich bei einer Computer- oder Magnetresonanztomographie Unfallfolgen oder andere Auffälligkeiten am Gehirn.
Unabhängig voneinander bestehende Epilepsie und Alkoholprobleme:
Schließlich gibt es die Möglichkeit, dass ein Mensch gleichzeitig und unabhängig voneinander Alkoholprobleme und eine Epilepsie hat. Dann muss jede Krankheit unabhängig von der anderen behandelt werden, was aber oft sehr schwierig und wenig erfolgreich ist.

Alkoholentzugsanfälle
Ein gewohnheitsmäßiges Trinken größerer Alkoholmengen über längere Zeit kann zu einer vorübergehenden oder bleibenden Schädigung des Gehirns führen, die unter anderem mit einem erhöhten Risiko epileptischer Anfälle einhergeht. Bei etwa 20% der Männer und 10% der Frauen mit Alkoholproblemen treten im Verlauf Anfälle auf, meist infolge eines Alkoholentzugs und gehäuft im Alter zwischen 45 und 50 Jahren. Ein Alkoholentzug ist das plötzliche Weglassen von vorher regelmäßig getrunkenem Alkohol. Alkoholentzugsanfälle sind epileptische Anfälle nach Alkoholentzug und die häufigste Form von Gelegenheitsanfällen im Erwachsenenalter. Die Menge an Alkohol, die bei zuvor längerdauernder Aufnahme und plötzlichem Weglassen Entzugsanfälle auslösen kann, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch erheblich. Oft treffen auch Alkoholentzug, Schlafmangel, eine verminderte Nahrungsaufnahme und Nichteinnahme von Tabletten zusammen. Die Zeit zwischen Beendigung eines übermäßigen Trinkens von Alkohol und dem Auftreten von Anfällen liegt meist zwischen 12 und 48 Stunden, es kann aber auch schon nach 6-8 Stunden bzw. einem normalen Schlaf dazu kommen.
Wie bei anderen Gelegenheitsanfällen auch ist außer dem Meiden der anfallsauslösenden Bedingungen - in diesem Fall also des Alkohols - keine besondere Behandlung erforderlich. Auf Dauer oder vorsorglich eingenommene antiepileptische Medikamente sind in der Regel sogar schädlich, weil es dann zu einem gleichzeitigen Alkohol- und Medikamentenentzug mit der Gefahr von Anfallsserien oder einem Status epilepticus kommen kann. Sofern bei Betroffenen bekannt ist, dass es im Alkoholentzug regelmäßig zu Anfällen kommt, kann eine vorübergehende Gabe von Antiepileptika erfolgen.
Manche Wirkungen und Nebenwirkungen von Antiepileptika werden durch gleichzeitiges Trinken von Alkohol verstärkt.
Dies gilt insbesondere für die müdemachende Wirkung vieler Medikamente oder ihre Auswirkung auf das Gleichgewicht und Sehvermögen. Das heißt, dass Menschen mit Epilepsien auch schon unter geringem Alkoholeinfluss besonders vorsichtig sein müssen und beispielsweise auf das Autofahren verzichten sollten, auch wenn ansonsten die Voraussetzungen einer Fahrtauglichkeit vorliegen. Weil die Hersteller vieler Medikamente in den Beipackzetteln auf diese Wechselwirkungsmöglichkeit hinweisen und vor einer gleichzeitigen Einnahme abraten, unterlassen manche Betroffene bei einem bevorstehenden Trinken von Alkohol vorsichtshalber die Einnahme der Antiepileptika oder verschieben sie auf einen späteren Zeitpunkt. Dies ist aber falsch und sollte unbedingt unterbleiben!

Grundsätzlich:
In unterschiedlicher Häufigkeit leiden Alkoholiker unter epileptischen Anfällen, die zumeist als große Anfälle (Bewusstlosigkeit, zu Boden stürzen, Zungenbiss, Harnabgang) verlaufen. Von einer echten Alkoholepilepsie sollte man nur dann sprechen, wenn die Anfälle eindeutig als Abstinenzerscheinungen auftreten oder wenn sie im Rahmen eines langjährigen chronischen Alkoholismus bei solchen Personen in Erscheinung treten, die vorher keine Anfallsbereitschaft zeigten und bei denen auch keine anderen Hirnschädigungen bestehen. Diese Gruppe macht ungefähr ein Viertel all jener Alkoholiker aus, die irgendwann einmal unter Anfällen zu leiden haben.

Nun haben wir noch das sogenannte: Fetale Alkoholsyndrom (FAS)
oder auch oft genannt die Alkoholembryopathie (AE)

Alkohol in der Schwangerschaft ist die häufigste vermeidbare Ursache für geistige und körperliche Fehlentwicklungen des ungeborenen Kindes. Trinkt eine Frau während der Schwangerschaft Alkohol, riskiert sie die Geburt eines Kindes, das ein Leben lang unter den Folgen zu leiden hat. Nur zwei von zehn schwangeren Frauen können auf den Alkoholkonsum verzichten. So werden jedes Jahr Tausende von Kindern mit Fetalen Alkohol-Spektum-Störungen geboren. Nicht selten entwickeln auch diese Kinder eine Epilepsie! Insbesondere, wenn sie über die Muttermilch nichts mehr bekommen, haben wir hier auch die sogenannten Alkoholentzugsanfälle!
Viele der vorgeburtlich alkoholgeschädigten Kinder leben in Adoptiv- oder Pflegefamilien, die vor Aufnahme des Kindes über die Auswirkungen der Krankheit nicht oder kaum informiert wurden.
Die Eltern sehen, dass ihr Kind trotz liebevoller Fürsorge nicht gedeiht und dass sie immer häufiger im Umgang mit ihm an ihre Grenzen stoßen. Sie ernten Unverständnis in ihrem Umfeld und bekommen nicht selten die ‘gut gemeinte’ Empfehlung, ihre Erziehungsmethoden zu überprüfen.
Hier gebe Ich die Empfehlung auch nachzulesen bei Wikipedia unter Fetales Alkoholsyndrom zuletzt noch mal aktualisiert im Nov.2008
Oder auf der Internetplattform für Eltern von Kindern mit Behinderung
Intakt.Info mit eigenem Forum

Autismus bei Kindern häufig von Epilepsien begleitet
Etwa 30% aller Menschen mit autistischen Störungen - dazu gehören frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus und das Asperger-Syndrom - erleiden bis zum Erwachsenenalter mindestens zwei Krampfanfälle!
Die Epilepsie kann dabei in den unterschiedlichsten Formen auftreten!

Eine Therapie wird in der Regel nach einem zweiten Anfall begonnen, der nicht provoziert wurde.
Umgekehrt können auch einige spezielle Epilepsiesyndrome selbst Verhaltensstörungen mit autistischen Zügen auslösen. Experten sprechen dann von einem Autistischen Spektrum der epileptischen Erkrankung.
Um eine optimale Therapie zu ermöglichen, müssen der Neuropädiater und der Epileptologe mit dem Kinder- und Jugendpsychiater zusammenarbeiten. Bei Kindern mit Autismus und Epilepsie bessert sich der Autismus durch eine erfolgreiche Epilepsietherapie meist nicht. Andererseits kann eine Epilepsie, die zu Verhaltensstörungen mit autistischen Zügen führt, nur durch die spezifische Therapie der Epilepsie gebessert werden und nicht durch die Behandlung des Autismus.
Am häufigsten sind Epilepsien bei schweren Autismusverläufen, die mit einer geistigen Behinderung einhergehen. Drei von zehn Kindern erleiden dann bis zum zehnten Lebensjahr erste Anfälle. Oft treten sie bereits zwischen dem dritten und dem fünften Lebensjahr auf. Nach dem zehnten Lebensjahr kommt es zu einem weiteren Anfallgipfel. Bei leichten milden Autismusformen ist das Epilepsie-Risiko dagegen nicht erhöht.
Stiftungsbereichs Behindertenhilfe der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel
Wir richten uns in erster Linie an Menschen mit geistiger bzw. mehrfacher Behinderung, mit Epilepsie oder Autismus sowie an ihre Familien. Wenn Sie Fragen haben und Unterstützung benötigen, informieren Sie sich bitte auf dieser Homepage und sprechen Sie uns an.
Was tun bei einem „Anfall“ insbesondere, wenn er mit starken Krämpfen und vorherigen Sturz einhergeht!
Hier gelten "Erste Hilfe Reglungen"
Auf keinen Fall festhalten, sofort stabile Seitenlage (nicht Herzseite), Kopf etwas nach hinten, Atmung freihalten und versuchen die Zunge frei zu halten, schiebt etwas zwischen den Zähnen, ein Holzstück oder irgendetwas ähnliches, damit der Jenige sich nicht auf seine Zunge beißt! Sofort umliegende Verletzungsgefahren beseitigen! Behaltet die Ruhe, kniet Euch hin und möglichst am Kopfende evtl. müsst ihr ihn leicht halten, damit der Kopf nicht zu sehr auf den Boden immer stößt, kontrolliert Pulsschlag, öffnet alles was am Hals evtl. die Atmung behindern könnte- sollte das Krampfen nicht nach ca. 2 Minuten aufhören, versucht ärztliche Hilfe zu bekommen! Sollte das Krampfen nachlassen, versuchen den Jenigen zu zudecken und ihn etwas unter dem Kopf zu schieben als Polsterung! Oft tritt danach eine sogenannte Tiefschlafphase ein! Lasst Euch auch nicht irrentieren, durch evtl. einässen oder einkoten, laute Schreistöße oder unkontrollierte Armbewegungen! Seit ihr Euch ganz unsicher, dann lieber sofort ärztliche Hilfe und alles absichern und Schaulustige sofort zum weitergehen auffordern! Bis ärztliche Hilfe eintritt, auf jeden Fall den Kopf etwas sichern!

Hier Externe Top Seiten
Finden Sie eine Therapie-Anlaufstelle

Das Epilepsie-Netzwerk
http://www.epilepsie-netz.de
Betroffene, Angehörige und Epileptologen spricht das Epilepsie-Netz an. Epilepsie kompakt bietet laienverständliche Informationen, vollständig, aber dennoch kurz und übersichtlich. Epilepsie aktuell stellt zeitnahe Themen vor. Ebenfalls werden Veranstaltungskalender und Diskussionsforum angeboten. Online steht dem Nutzer ein Expertenrat für Fragen zur Verfügung.

Interessenvereinigung für Anfallskranke in Köln (IfA)
http://www.epilepsien.de/
Geschichten über und Geschichte der Epilepsie bietet die IfA auf dieser Website an. Visuell aufgearbeitet und sehr anschaulich werden Krankheitsbild, Ursachen, erste Hilfe, Epilepsie im Alltag und Beruf dargestellt.

Epilepsie Bundes-Elternverband e.V. (e.b.e.)
http://www.epilepsie-elternverband.de/
Bundesweiter Dachverband für Eltern epilepsiekranker Kinder und Jugendlicher mit dem Ziel, die Lebenssituation in der Familie zu verbessern und die Kinder und Jugendlichen ihren Fähigkeiten entsprechend zu fördern. Die Internetseite liefert umfassende Informationen zur Krankheit und Therapie, gibt Tipps zu Pflegegeld, Berufswahl und Links zu Wohnheimen.

Epilepsie-Selbsthilfe
http://www.epilepsie-selbsthilfe.de/
Mit dem Link wird der Nutzer mit einem Verzeichnis sämtlicher Selbsthilfegruppen verbunden. Hier stellen Epilepsie-Selbsthilfegruppen ihre Dienste im Internet vor. Sowohl der Informationsfluss zwischen einzelnen Selbsthilfegruppen als auch der Austausch zwischen Betroffenen / Angehörigen soll gefördert werden. Links zu Veranstaltungen und Diskussionsforen sind vorhanden.
Weiterhin stehen Ärzteforum, Newsletter und Veranstaltungskalender zur Verfügung.
http://www.epilepsie-online.de

Epilepsie-Informationen
http://www.epilepsie-informationen.de
Übersichtlich und verständlich präsentieren sich die Spezialpraxis und das Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche in Berlin bzw. Brandenburg hier mit Leitlinien zu Diagnose und Therapie. Angesprochen werden Betroffene und Interessierte. Neben allgemeinen Informationen zur Erkrankung werden die wichtigsten Eigenschaften von klassischen und modernen Antiepileptika dargestellt.

Informationszentrum Epilepsie (IZE)
http://www.izepilepsie.de
Das IZE beantwortet wichtige Fragen zum Thema Epilepsie, bietet Informationen zu Antiepileptika und Behandlungsverfahren und berichtet auch über Neuigkeiten zu Rechtsfragen und Schulungsprogrammen. Suchfunktionen, Literaturempfehlungen und ein Veranstaltungskalender runden das Angebot ab.

Deutsche Gesellschaft für Epileptologie
http://www.ligaepilepsie.org
Die Deutsche Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie ist die Organisation für Professionelle, deren beruflicher Schwerpunkt Epileptologie und die Behandlung von Menschen mit Epilepsie darstellt. Die Internetseiten richten sich sowohl an Betroffene als auch an Ärzte, die hier Adressen, Informationen sowie Antworten auf häufige Fragen, Video-Fallbeispiele und ein schwarzes Brett finden.

Deutsche Gesellschaft für Neurologie
http://www.dgn.org
Die Homepage der Deutschen Gesellschaft für Neurologie bietet vielfältige Informationen, die in erster Linie auf die Berufsgruppe der Neurologen zugeschnitten sind. Dazu gehören Leitlinien zur Neurologischen Diagnostik und Therapie, Informationen zu Veranstaltungen, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie, Fachorganisationen und Kliniken sowie aktuelle Stellenanzeigen. Für Mitglieder der DGN gibt es einen Zugang zu Diskussionsforen und Mitgliederlisten.

Epilepsie Eltern Hilfe Niederrhein (EEH)
http://www.epilepsie-eeh.de
Die EEH hat sich die allgemeine Aufklärung, Erfahrungsaustausch, persönliche und allgemeine Hilfestellung bei Rechtsfragen als Ziel gesetzt. Daneben vermittelt sie Kontakte im Freizeitbereich, weist auf Fachvorträge hin und bietet Einsicht in Fachliteratur und Informationsmaterial.

Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche
v. Bodelschwinghsche Anstalten Bethel
Schwerpunkt: Epilepsie u. Hirnfunktionsstörungen
Epilepsie-Zentrum Bethel
Bethelweg 22
33617 Bielefeld
Tel: 0521/144-3100
Fax: 0521/144-4647

Hoffnungstaler Anstalten Lobetal, Epilepsieklinik Tabor,
Ladeburger Straße 15, 16321 Bernau bei Berlin-Brandenburg
Ansprechpartner: Prof. Dr. Hans-Beatus Straub (Chefarzt)
Zentrale: 03338 752-0

Epilepsiezentrum Kork
Es umfasst die Epilepsiekliniken für Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene, die Abteilung für Epilepsiekranke mit schwerer geistiger Behinderung
Epilepsiezentrum Kork · Landstrasse 1 · 77694 Kehl-Kork
Tel: 07851/84-0 · Fax: 07851/84-2203·
E-Mail: info@epilepsiezentrum.de

Norddeutsches Epilepsiezentrum DRK
Norddeutsches Epilepsiezentrum Raisdorf | Henry-Dunant-Straße | 24223 Raisdorf
Tel: 04307/909-02 Telefax: 04307/909-260
E-Mail: Kontakt

Epilepsie-Zentrum Bodensee
Eine Kooperation verschiedenen Institutionen mit dem Ziel einer Verbesserung der Versorgung Epilepsiekranker in der Bodenseeregion.

Innere Mission
Epilepsieberatung
Oberanger 43
80331 München
Tel: 089/54 80 65 75
Fax: 089/ 54 80 65 79
Email : epilepsieberatung@im-muenchen.de
Vergibt auch Termine in Traunstein

Rummelsberger Dienste Nürnberg
Psychosoziale Beratungsstelle für Menschen mit Epilepsie
Marienstr. 16
90402 Nürnberg
Tel: 0911/287 39 89
Fax: 0911/287 39 82
E-mail: rdn-beratung-epilepsie@rummelsberg.de
Außenstelle: Erlangen, Rummelsberg

Epilepsie Beratung Niedersachsen
Frau Leisten
Isernhagenerstr. 87
30163 Hannover
Tel: 0511/856-5025
Fax: 0511/856-5026
Email: epilepsie-nds@t-online.de
Internet : http://www.epilepsie-beratung.de

Epilepsieberatung Oberfranken
Heilpädagogische Einrichtungen gGmbH
Bahnhofstr. 21 – 23
96450 Coburg Tel: 09561/82 68 60
Fax: 09561/82 68 82
Email: Epilepsieberatung@behindertenhilfe-coburg.de
Außenstellen: Hof, Bayreuth, Bamberg, Kulmbach

Dresdner Epilepsieberatung
Psychosoziale u. ärztliche Beratungsstelle für Betroffene und Angehörige
An der Kreuzkirche 6
01067 Dresden
Tel: 0351/48 10 27 0
Fax: 0351/48 10 27 1
Email: epilepsieberatung@kleinwachau.de
Internet: http://www.kleinwachau.de/epiberatung.html

Modernstes Epilepsie-Zentrum im Uniklinikum Erlangen
Epilepsie- Zentrum
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Re: Das Epilepsi Netz

Beitragvon großfamilie » 29.04.2009, 19:52

Gibt es hier noch mehr betroffende eltern ???
Bei uns hat Jan leider diese Krankheit
großfamilie
 


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