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Gemeinsames Sorgerecht für ne-Väter - 1626a BGB

Schwerpunkt: Konflikt, Trennung, Krise und Gewalt. Verwaiste Väter. Hilfen und Kontakte für und mit Vätern nach dem Verlust eines oder mehrer Kinder ...

Gemeinsames Sorgerecht für ne-Väter - 1626a BGB

Beitragvon henning » 01.02.2011, 16:18

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Viel Besorgnis um die Sorge

Pressemitteilung des VAfK Karlsruhe vom 01.02.2011

Im Dezember 2009 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg festgestellt, dass nicht eheliche Väter in Deutschland diskriminiert werden. Das war keine neue Erkenntnis. Wir hatten schon seit Gründung unserer Kreisgruppe vor über neun Jahren immer wieder darauf hingewiesen und hatten diese Einschätzung durch eine Unzahl von Fallschilderungen bewiesen.

Aber niemand wollte das hören. Das gesellschaftspolitische System BRD entlarvte, dass zumindest in Sachen Familienrecht seine Selbstreinigungskräfte nicht funktionieren.

Das Bundesverfassungsgericht, das sich am 29.01.2003 als nicht unabhängig von veralteten Rollenklischees und Vorurteilen gegen Väter erwies, meinte damals, dass es immer noch verfassungsgemäß sei, wenn nicht eheliche Kinder nur einen sorgeberechtigten Elternteil – eben nur die Mutter – hätten. Im Juli 2010 musste eben dieses höchste Gericht seine damalige Einschätzung als Fehlbewertung zurück ziehen. Und es tat dies so überstürzt gründlich, dass es die Gerichte anwies, diese müssten jetzt nicht auf eine gesetzliche Regelung warten, sondern könnten ab sofort Anträge von nicht ehelichen Vätern auf die Erteilung der Gemeinsamen Sorge entgegen nehmen und urteilen.

Und jede einzelne Richterin, jeder einzelne Familienrichter hatte damit ein Problem, was dazu führte, dass die meisten einen Beschluss hinaus zögerten und die Eltern in eine langwierige Beratung schickten oder ein Gutachten in Auftrag gaben und damit auf Zeit spielten, bis die Politik endlich eine Lösung gefunden haben würde.

Was uns inzwischen politisch vorgespielt wird, ist ein typisch bundesdeutsches Spektakel. Gegen die klare internationale Einschätzung, dass Deutschland in Sachen Familienrecht eine Bananenrepublik ist, wehren sich alle Vertreter von Mütterverbänden und alle Begünstigerinnen von reinen Fraueninteressen. Es geht schließlich um die Verteidigung von Einflusspfründen, Erhalt von regelmäßigen Zuweisungen aus Steuertöpfen und um die Möglichkeit für Mütter, ohne jede Kontrolle und Furcht um negative Konsequenzen die Möglichkeiten unseres Rechtssystems weiter überstrapazieren und bis zur Unkenntlichkeit für egoistische Interessen benutzen zu dürfen.

Nachdem Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger schon im Spätsommer des letzten Jahres einen Vorschlag machte, der nahe an das heran kam, was der Europäische Gerichtshof wollte und eine politische Lösung für Ende 2010 ankündigte, tobte ein heftiger Interessenstreit unter der Decke dessen, was uns über die Medien erreicht. In größeren Abständen melden sich verschiedene Parteien mit ihren Lösungen, die sich nur darin unterscheiden, wie sehr, bzw. wie wenig sich diese von der vorherigen menschenrechtswidrigen Situation unterscheiden sollen.

Es kümmert die Vertreterinnen der weiteren Diskriminierung von Vätern nicht, dass Deutschland familienpolitisch zu den Schlusslichtern in Europa zählt. Zuletzt konnte man am 28.01.2011 Ute Granold von der CDU mit ihrem Reformvorschlag extra light als Lösung der CDU in der Direktübertragung aus dem Bundestag (siehe Links) hören.

Politisch bewusste Männer und Frauen sollten alle Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Landtagswahl zu ihrer Haltung in dieser Frage hören und entsprechend bewerten.

Links:
Textprotokoll
Video Debatte

Download Pressemitteilung

Ansprechpartner für weitere Informationen und Erläuterungen:

Franzjörg Krieg, Gründer und Vorsitzender
Tel.: 01578 1900 339
krieg@vafk-karlsruhe.de
http://www.vafk-karlsruhe.de
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Re: Gemeinsames Sorgerecht für ne-Väter - 1626a BGB

Beitragvon henning » 11.02.2011, 08:43

"Familienrichter spielen auf Zeit"

Karlsruher "Väteraufbruch für Kinder" kritisiert fehlende Neuregelung beim Sorgerecht


Von unserem Redaktionsmitglied Kirsten Etzold

Die Vereinigung "Väteraufbruch für Kinder" in Karlsruhe, Mittelbaden und der Pfalz fordert im Vorfeld der Landtagswahlen in Baden-Württemberg politische Konsequenzen aus der europäischen Rechtsprechung zu Gunsten von ihren Kindern getrennt lebenden, nicht verheirateten Vätern. Im Dezember 2009 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg festgestellt, dass nicht verheiratete Väter in Deutschland diskriminiert werden. Seither sei für betroffene Väter keine konkrete Besserung eingetreten, moniert Franzjörg Krieg, der Initiator und Sprecher der Vereinigung. Zu diesem Thema müssten auch die Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Landtagswahl ihre Haltung darlegen, fordert er.

"Wir weisen seit Gründung unserer Kreisgruppe vor über neun Jahren immer wieder auf diese Diskriminierung hin und belegen sie durch zahlreiche Fälle", sagt Krieg. "Aber lange wollte das niemand hören." Zwar habe die Entscheidung in Straßburg vor gut einem Jahr die Lage prinzipiell geändert, aber im Familienrecht gebe es trotz des Urteils weiter gravierende Missstände. "Es kümmert die Vertreter weiterer Diskriminierung von Vätern nicht, dass Deutschland familienpolitisch zu den Schlusslichtern in Europa zählt", schimpft Krieg.

(mehr lesen)

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Quelle:
Badische Neueste Nachrichten - Ihre regionale Tageszeitung
Printausgabe vom 9.02.2011, Nr.32 Seite 16
http://www.badische-neueste-nachrichten.de
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was er erreicht hat, sondern wonach er sich sehnt. [Khalil Gibran]
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Re: Gemeinsames Sorgerecht für ne-Väter - 1626a BGB

Beitragvon henning » 14.02.2011, 05:29

(aus einer Mail)
13 Schweizer Väterverbände machen gerade eine geniale Aktion als Protest gegen den Aufschub der gemeinsamen Sorge durch die Bundesrätin Sommeruga:

Pressebericht:
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/ ... a-11528382

Facebook:
http://www.facebook.com/home.php?sk=gro ... 4265420817

Website:
http://www.schickenstei.ch

Registrieren und kostenlos einen Pflasterstein an das Schweizer Bundeshaus schicken.

Die Steine werden sämtlich verpackt und einzeln per Post an das Bundeshaus verschickt.
Fast 800 Steine wurden bereits auf der Website bestellt, morgen beginnt der Versand.

Macht mit und unterstützt die Schweizer.


Gemeinsame Sorgerecht
13. Februar 2011

2,6 Tonnen Steine für Sommaruga

von Désirée Pomper

Die Protestaktion von 13 Schweizer Väterorganisationen gegen die Verzögerung des gemeinsamen Sorgerechts ist auf grosse Resonanz gestossen
....
Bis Sonntag Abend wurden 740 Pflastersteine mit einem Gesamtgewicht von über 2,6 Tonnen auf der Seite SchickEnStei.ch bestellt – adressiert an Bundesrätin Simonetta Sommaruga. «Ich bin hocherfreut über die unzähligen positiven Reaktionen», sagt Oliver Hunziker, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für gemeinsame Elternschaft GeCoBi. Noch aber warte man auf einen Anruf Sommarugas.
...
Quelle
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Re: Gemeinsames Sorgerecht für ne-Väter - 1626a BGB

Beitragvon henning » 14.02.2011, 06:04

henning hat geschrieben:Website:
http://www.schickenstei.ch

Registrieren und kostenlos einen Pflasterstein an das Schweizer Bundeshaus schicken.

Die Steine werden sämtlich verpackt und einzeln per Post an das Bundeshaus verschickt.
Fast 800 Steine wurden bereits auf der Website bestellt, morgen beginnt der Versand.

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Re: Gemeinsames Sorgerecht für ne-Väter - 1626a BGB

Beitragvon henning » 14.02.2011, 09:53

Am 14.02.2011 um 09:39 schrieb Henning Riepen:


Danke für deinen Hinweis, Torsten. Für eine weitläufige Verbreitung habe ich gesorgt.

Gruss
Henning





Senden Sie jetzt einen Pflasterstein als Zeichen des Widerstandes gegen die Verschleppung der gemeinsamen elterlichen Sorge!
Briefvorschau - dieses Fenster können Sie wieder schliessen



Henning, Riepen
XXX
XXX


Frau Simonetta Sommaruga
Bundesrätin
Bundeshaus West
3003 Bern


XXX / Frankreich, 14.02.2011


www.SchickEnStei.ch



Sehr geehrte Frau Bundesrätin Sommaruga

Ich sende Ihnen heute einen Pflasterstein als Symbol des Widerstandes und meines Ärgers gegen die jahrzehntelange Verschleppung der gemeinsamen elterlichen Sorge. Ihre Idee, eine kindergerechte Lösung an die Unterhaltszahlung zu koppeln, katapultiert uns an den Ausgangspunkt der Arbeit für die Teilrevision des ZGBs zurück. Im Namen der Kinder mit einem legitimen Anspruch auf beide Elternteile und für alle verzweifelten Eltern bitte ich Sie, sich verbindlich und sofort für die Umsetzung der UNO-Kinderrechtskonvention Art. 9 Abs 3 einzusetzen ("Die Vertragsstaaten achten das Recht des Kindes, das von einem oder beiden Elternteilen getrennt ist, regelmässige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen zu pflegen...").

Vielen Dank!

Freundliche Grüsse

Henning Riepen


Persönliche Bemerkung:
Zum Zwecke der Solidaritätsbekundung mit den Schweizer Vätern beteilige ich mich als Deutscher, der in Frankreich wohnt, an dieser Aktion. Es ist mehr als fragwürdig, warum einerseits (sorge-)willige Väter erwartet, andererseits ihnen diese Menschenrechte schlichtweg vorenthalten werden. Im Sinne der besten Interessen der Kinder erwarten wir Ihr unverzügliches Handeln.

ALLEN KINDERN BEIDE ELTERN !

Henning Riepen
Vorstand Väteraufbruch für Kinder Karlsruhe e.V.
http://www.vafk-karlsruhe.de
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Re: Gemeinsames Sorgerecht für ne-Väter - 1626a BGB

Beitragvon henning » 05.03.2011, 13:45

Selbsthilfegruppe PAS Rhein/Main
http://www.pas-rhein-main.de

"Satire-Formulare": Formulare zur Abwicklung der Gemeinsamen Sorge
veröffentlicht um 01.03.2011 05:39 von Thilo Mühlberger

Pressemitteilung Nr. 05/2011 vom 01.03.2011

"Satire-Formulare":

Formulare zur Abwicklung der Gemeinsamen Sorge

FRANKFURT AM MAIN - Die Selbsthilfegruppe PAS Rhein/Main hat zur geplanten gesetzlichen Neuregelung der Gemeinsame Sorge für nicht-verheiratete Väter Formulare entwickelt, um die Gemeinsame Sorge möglichst rasch, rechtssicher und kostengünstig abzuwickeln.

Mütter-Widerspruchsformular

Väter-Antragsformular

(mehr lesen)
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