Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
von Seele » 15.04.2009, 21:43
Rechtliche Gesichtspunkte bei ADHS Medikamente und etwas mehr
Die ADHS ist eine Erkrankung im Sinne der RVO. Führt die ADHS zu einer Gefährdung der sozialen Eingliederung, so können die Kriterien einer drohenden oder manifesten seelischen Behinderung im Sinne von § 35a SGB VIII erfüllt sein. Die Kriterien ergeben sich aus der Multiaxialen Diagnostik.
Über die Gewährung der Eingliederungshilfe entscheidet nach Antrag der Eltern des betroffenen Kindes das zuständige örtliche Jugendamt.
Bei Auslandsreisen ist eine Bescheinigung für das Mitführen von Betäubungsmitteln des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, unterschrieben vom Leiter des örtlichen Gesundheitsamtes mitzuführen siehe auch:
http://www.bfarm.de/cln_028/nn_1194872/DE/Bundesopiumstelle/BtM/rechtsgrund/hinweise-auslandsreisen.html
Bei Reisen bis zu 30 Tagen in Mitgliedstaaten des Schengener Abkommens (zur Zeit Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn) kann die Mitnahme von ärztlich verschriebenen Betäubungsmitteln mit einer vom Arzt ausgefüllten http://www.bfarm.de/nn_1194872/SharedDocs/Publikationen/DE/Bundesopiumstelle/BtM/rechtsgrund/reise__scheng__formular,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/reise_scheng_formular.pdf
(Größe: 79.51 KB) erfolgen.
Diese Bescheinigung ist vor Antritt der Reise durch die http://www.bfarm.de/nn_1194872/SharedDocs/Publikationen/DE/Bundesopiumstelle/BtM/rechtsgrund/oberste-landesg,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/oberste-landesg.pdf (Größe: 41.22 KB) oder einer von ihr beauftragten Stelle zu beglaubigen.
Unter der Annahme einer genetisch regulierten Störung im Neurotransmitter – Stoffwechsel werden multimodale Therapiemaßnahmen, insbesondere aber eine medikamentöse Therapie mit *Methylphenidat oder *D-L – Amphetamin als „zwingend indiziert“ angesehen.
In den USA das „Koks für Kinder“
Der Wirkstoff Methylphenidat, das Amphetaminderivat u.a. unter dem Namen Ritalin®.
Allein in Deutschland nehmen es vermutlich mindestens 70.000 Patienten ein, meist Kinder zwischen dem sechsten und achtzehnten Lebensjahr. Kritiker befürchten, dass diese Zahl viel zu hoch liegt und der Einsatz des Mittels nicht immer gerechtfertigt ist.
Ein Blick in die USA: im Straßenhandel wird das „Kinderkoks“ verschoben. Ungefähr 80mg (= 8 Tabletten) Methylphenidat, das doppelte einer Tagesdosis, bereiten einen Trip. Der Handel lohnt sich: In den USA wird 90% der weltweiten Produktion verbraucht, in den letzten zehn Jahren hat sich die Menge auf das vierzehnfache erhöht.
Inzwischen hat sich auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung des Themas angenommen, sie möchte die Möglichkeit der Verschreibung eindämmen.
*Methylphenidat ist ein Arzneistoff mit stimulierender Wirkung.
Er gehört zu den Amphetamin-ähnlichen Substanzen, die derzeit hauptsächlich bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt werden.
Daneben findet Methylphenidat Anwendung bei der Narkolepsie und zur Augmentation von Antidepressiva bei therapieresistenten Depressionen. Methylphenidat ist in der Anlage 3 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) aufgelistet und unterliegt einer gesonderten Verschreibungspflicht.
*Die Wirkung des D-Amphetamins auf das ZNS besteht hauptsächlich in der Ausschüttung der Neurotransmitter Noradrenalin (NA) und Dopamin (DA) – bei einem ungefähren Verhältnis von 3,5:1.
*Amphetamin (alpha-Methylphenethylamin, auch Phenylisopropylamin oder „Speed“) ist eine synthetische stimulierende Droge. Das Amphetamin ist die Stammverbindung der gleichnamigen Strukturklasse, der eine Vielzahl psychotroper Substanzen angehört. Unter anderem MDMA (Ecstasy) oder das in der Natur vorkommende
*Ephedrin. Es ist ein indirektes Sympathomimetikum und hat somit eine anregende Wirkung auf das Zentralnervensystem.
Aufgrund seiner stimulierenden und euphorisierenden Wirkung wird Amphetamin als Rauschmittel eingesetzt. Amphetamin ist eine weltweit kontrollierte Droge. Der Handel und Besitz ohne Erlaubnis sind strafbar. Auf dem Schwarzmarkt wird es meist unter den Namen Speed oder Pep angeboten.
Da *Ephedrin als Grundstoff zur Synthese des verbotenen Betäubungsmittels N-Methylamphetamin (meist als Crystal bzw. Meth (USA) bezeichnet) dient, wird die Abgabe in Deutschland durch das Grundstoffüberwachungsgesetz eingeschränkt.
Aufgrund seiner appetithemmenden und (subjektiv) leistungssteigernden Eigenschaften wird Ephedrin (Ephis) oft zum Doping eingesetzt in Kombination mit Coffein und Acetylsalicylsäure (Aspirin) (sog. ECA-Stack), gehört allerdings zu den verbotenen Substanzen (Dopingmitteln).
Coffein soll das Abhängigkeitspotenzial von Substanzen vom Typ des Ephedrins erhöhen. (Coffein in Verbindung mit Aspirin erhöht möglicherweise die analgetische Wirkung.)
Methylphenidat wurde erstmals 1944 von Leandro Panizzon, einem Angestellten der schweizerischen Firma Ciba (heute Novartis), synthetisiert.
Zu der damaligen Zeit war es nicht unüblich Selbstversuche mit neu entwickelten Substanzen durchzuführen – so probierten auch Leandro Panizzon und seine Ehefrau Marguerite („Rita“) Methylphenidat aus.
Besonders beeindruckt war Marguerite davon, dass sich ihre Leistung im Tennisspiel unter Einnahme dieses Medikaments steigerte. Von ihrem Spitznamen Rita leitet sich der bekannte Handelsname Ritalin für Methylphenidat ab. Ritalin wurde 1954 von Ciba auf dem deutschsprachigen Markt eingeführt.
Einige Patienten können durch die Einnahme von Methylphenidat vorübergehend oder andauernd empfindsamer, „weinerlicher“ und auch gereizter und aggressiver werden, dies kann bis hin zu depressiven Zuständen führen. Patienten, die Methylphenidat einnehmen, klagen bisweilen darüber, dass sie „ganz anders“, „gar nicht mehr sie selbst“, „zu ernst“, "wie eine Maschine" seien, dass ihnen bestimmte Dinge nicht mehr so viel Spaß wie früher machten oder dass sie nur mit der Tablette „brav sein“ könnten.
Vor allem letzteres kann auf Dauer dazu führen, dass Patienten nicht mehr aus eigener Kraft versuchen, ihre Situation zu verbessern, sondern sich auf die Medikation verlassen. Andererseits ist dies aber auch häufig dadurch zu erklären, dass z.B. Kinder jetzt ihre Umwelt schärfer wahrnehmen und damit auch eine Reizüberflutung (etwa in der Schulklasse) stärker bemerken.
Häufig geben Betroffene an, jetzt Zusammenhänge und belastende Lebensumstände oder Ausgrenzung stärker zu spüren. Dies ist dann weniger eine Nebenwirkung als vielmehr eine andere Wahrnehmung die aus der Hauptwirkung des Medikaments resultiert. Hier ist eine therapeutische Begleitung und Informationsvermittlung, häufig aber auch eine antidepressive Begleitmedikation erforderlich.
Methylphenidat darf nicht mit MAO-Hemmern kombiniert werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung kann Methylphenidat die Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere von Guanethidin, herabsetzen. Andererseits kann die anfängliche sympathomimetische Wirkung von Guanethidin und Amantadin verstärkt werden.
Da Methylphenidat den Abbau von Antikoagulanzien des Cumarintyps - Antiepileptika (z.B. Phenobarbital, Phenytoin, Primidon), Neuroleptika und trizyklischen Antidepressiva (z.B. Imipramin, Desipramin) sowie Phenylbutazon - im Organismus hemmt, muss deren Dosis bei gemeinsamer Gabe reduziert werden.
Methylphenidat sollte nicht zusammen mit Antazida eingenommen werden.
Während der Einnahme von Methylphenidat sollte auf Alkoholgenuss verzichtet werden
Methylphenidat verändert wie alle Amphetamine die Verarbeitung von Sinneseindrücken im Gehirn, das Schlucken von übermäßigen Dosen erzeugt wohl kaum körperliche, dagegen starke psychische Abhängigkeit. Schon nach kurzzeitigem Missbrauch können psychotische Zustände mit optischen Halluzinationen auftreten.
Symptome
Zum missbräuchlichen Nutzen gehören die Einnahme von großen Mengen als Tabletten, aber auch das Schniefen der zerstampften Tabletten als Pulver ist bekannt. Noch eine Stufe weiter (und gefährlicher) ist das Auflösen und Spritzen; durch die großen, nichtlöslichen Kristalle blockieren kleine Blutgefäße, besonders Auge und Lunge sind gefährdet.
Zu den körperlichen Symptomen des Missbrauchs von Methylphenidat wie aller Amphetamine zählen:
· Schwindel
· Tremor
· Kopfschmerzen
· Durchfall
· Herzrasen
Die psychischen Folgen sind:
· Persönlichkeitsveränderungen
· Gereiztheit
· Erregungszustände
· Schlafstörungen
Wirkmechanismus, Gefahren, Strafbarkeit
Die Wirkung wird über die Blockade des Neurotransmitters Dopamin im Hirn für ca. eine bis vier Stunden erreicht. Außerdem wird das Stresshormon Adrenalin vermehrt ausgeschüttet. Bei fehlerhafter oder zu hoch dosierter (Selbst-) Injektion kommt es zur Nekrose ganzer Körperareale; Fälle einer notwendigen Amputation sind dokumentiert.
In Deutschland ist eine Nutzung außerhalb den strengen Regelungen des Betäubungsmittelgesetzes strafbar.
Bei ADHS-Betroffenen wird teilweise eine generell erhöhte Suchtneigung angenommen. Ursächlich hierfür ist scheinbar jedoch nicht die Behandlung mittels Methylphenidat, sondern der gestörte Dopaminhaushalt. Wo sich Nikotin und anderer Drogen sich auf den Dopaminhaushalt zusätzlich auswirken!
Methylphenidat kann bei Langzeitanwendung auch bei angemessener Dosierung bei Kindern zu einer Wachstumsverzögerung und zu reduzierter Gewichtszunahme führen und sollte dann abgesetzt werden!
Häufige Nebenwirkungen psychoaktiver Substanzen – können die Wirkung der Anti-Baby-Pille beeinträchtigen.
Wenn du schwanger bist oder dein Baby stillst, solltest du keine psychoaktiven Substanzen konsumieren. Insbesondere Alkohol, Ecstasy oder Kokain, aber auch Nikotin können zu schweren Entwicklungsstörungen, Verhaltensstörungen und Frühgeburten mit niedrigem Geburtsgewicht führen
Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, sollten sich vor der Einnahme anderer Arzneimittel vom Apotheker beraten lassen. Einige Wirkstoffe können die Wirkung der Antibabypille verringern, nicht geplante Schwangerschaften werden dadurch möglich. "Diese Wechselwirkungen sind für Verbraucherinnen kaum abzuschätzen", sagt Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer.
Verschiedene Arzneimittel können die empfängnisverhütende Wirkung der Antibabypille verringern. Dazu gehören unter anderem Arzneimittel aus der Selbstmedikation wie Johanniskrautextrakte gegen Depressionen oder dauerhaft einzunehmende Arzneimittel gegen Epilepsie oder psychische Erkrankungen. Diese Wechselwirkungen hängen teilweise vom Wirkstoff ab.
So beschleunigen bestimmte Antibiotika den Abbau der Hormone im Blut, andere Antibiotika hingegen zeigen keine Wechselwirkung. Linz: "Weist der Apotheker eine Frau auf eine mögliche Wechselwirkung hin, sollten zusätzlich andere Verhütungsmittel wie Kondome benutzt werden. Bei einer dauerhaften Einnahme eines betreffenden Arzneimittels sollte sie mit ihrem Arzt über hormonfreie Alternativen zur Verhütung sprechen."
Ungewollte Schwangerschaften durch Arzneimittel-Interaktionen
Eine Anti-Bby Pille enthält eine Kombination aus den Wirkstoffen Ethinylestradiol und Chlormadinon. Es wird zur Empfängnisverhütung eingesetzt.
Ethinylestradiol ist ein Östrogen, Chlormadinon ein Gestagen. Beide sind künstliche Abkömmlinge der natürlichen Hormone, die im weiblichen Körper den Ablauf des Monatszyklus und den Verlauf einer Schwangerschaft regeln
Hormonelle Kontrazeptiva unterliegen komplexen Abbau- und Regulationsmechanismen. Damit können zahlreiche Interaktionen bis hin zum Verlust der empfängnisverhütenden Wirkung verbunden sein. Anwenderinnen sollten daher über potenzielle Wechselwirkungen informiert werden.
Verstärkt müssen Ärzte und Apotheker nicht nur über Gesundheitsgefahren durch die Kombination von Rauchen und Pille, sondern auch über die Folgen von Interaktionen bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente informieren!
Kind trotz Pille
So bewirken Antiepileptika wie Phenytoin, Phenobarbital, Primidon oder Carbamazepin durch Induktion der Cytochrom-P450-Enzyme der Leber einen gesteigerten metabolischen Abbau und somit eine Verminderung der Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva.
Gleiches gelte für Tranquilizer, Neuroleptika, Hypnotika und Sedativa wie Barbiturate, Promethazin, Chlorpromazin oder Benzodiazepine.
Auch Antimykotika wie Griseofulvin können zu einer Induktion der Cytochrom-P450-Enzyme und somit zu einem verstärkten Metabolismus und Abfall der Serumspiegel, sprich: »Kontrazeptionslücke« führen.
Da auch Hypericin die Aktivität von CYP 3A4 induziert, gehe die gleichzeitige Einnahme von Johanniskraut-Präparaten mit vermehrten Zwischenblutungen und einer Abnahme der empfängnisverhütenden Wirkung oraler Kontrazeptiva einher. Auch hier müsse die Patientin auf die Bedeutung zusätzlicher empfängnisverhütender Maßnahmen aufmerksam gemacht werden.
Viele ungewollte Schwangerschaften sind auf die gleichzeitige Einnahme von Antibiotika wie Penicillin(derivate), Tetrazykline, Cephalosporine und Chloramphenicol zurückzuführen!
Bitte informiert Euch bei den Apotheken und Euren Ärzten!
Liebe Grüße Seele (Ulli)
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