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Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon Andrea » 18.01.2009, 13:33

Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?
Es ist fast unmöglich für sie nicht negativ aufzufallen. Besonders hyperaktive Kinder werden hier große Probleme bekommen, da der geregelte Stundenplan von ihnen ein angepasstes Verhalten erwartet. Im Unterricht herumzulaufen oder ständig mit den Nachbarn zu reden wird früher oder später unangenehm auffallen.

Leider treten oft auch vermehrt Konflikte mit anderen Kindern auf, emotionale Instabilität und explodierendes, impulsives Verhalten erschweren die sozialen Kontakte.

Das verträumte ADS-Schulkind ist hingegen kaum in der Lage, dem Unterricht über einen längeren Zeitraum zu folgen. Jedes Geräusch, jede Bewegung im Klassenraum wirkt ablenkend, Hausaufgaben dauern stundenlang und die Kinder entgleiten immer wieder in ihre Fantasiewelt.
Auch in ihrer häuslichen Umgebung sind Kinder mit ADS zu erkennen.
Verheerende Wutausbrüche bei kleinsten Enttäuschungen werden die betroffenen Eltern nur allzu gut kennen, chaotische Dauerunordnung im Kinderzimmer, unregelmäßige Essgewohnheiten, tägliche Kleinkriege bei den Hausaufgaben und ein ungewöhnliches Schlafverhalten kennzeichnen unter anderem den Lebensstil dieser Kinder.
Beispiel:
Sybille (10 Jahre) zieht sich immer öfter in ihr Zimmer zurück und ist traurig.

Es gibt Tage, an denen klappt einfach gar nichts, obwohl sie sich immer wieder vornimmt, alles richtig zu machen. Auf den Geburtstag ihrer Freundin wurde sie nicht eingeladen, weil es mal wieder Streit gab.

Mit ihrer Mutter hat sie sich angebrüllt, weil die Hausaufgaben noch immer nicht fertig sind, ihr Zimmer ist so unordentlich, dass sie ihre Lieblingsbluse einfach nicht finden kann und in der Schule gab es auch nur Ärger.

Sybilles Versetzung ist gefährdet, denn sie schreibt oft schlechte Noten und konzentriert sich im Unterricht nicht genug.
Sie fühlt sich ungeschickt, ungeliebt und möchte manchmal gar nicht mehr aus dem Zimmer gehen. Jetzt droht beim Wechsel in die weiterführende Schule auch noch die Hauptschule.

Auch Sybilles Eltern sind verzweifelt. Sie sind überzeugt davon, dass ihre Tochter ein intelligentes Mädchen mit vielen Interessen ist, doch in ihrem Sozialverhalten fällt sie immer wieder auf, sie verliert schnell das Interesse und konzentriert sich nur auf Dinge, die ihr persönlich gefallen. Sie befürchten, dass die Hauptschule Sybilles Fähigkeiten nicht gerecht wird. Doch eine Lösung ihrer Sorgen kennen sie nicht.

Kinder mit ADS lernen wenig oder gar nichts aus ihren Fehlern, weil sie die Ursache dafür gar nicht erkennen.

Selbst wenn sie bemerken, dass ihre große Unruhe oder ihr extremer Wutausbruch nicht angemessen waren, so können sie doch in der nächsten kritischen Situation aufgrund ihrer Impulsivität ihr Verhalten nur sehr gering steuern. Sie haben einfach einen anderen Wahrnehmungsstil, nehmen ihre Umwelt nicht so auf, wie Menschen ohne das Syndrom.

Gerade in der Schule ist es wichtig, ADS Kindern mit Verständnis und Sensibilität zu begegnen. Es gibt viele Möglichkeiten für Lehrer, ADS Kindern die Teilnahme am Unterricht zu erleichtern.

ADS führt ohne Behandlung mit der Zeit dazu, dass die Kinder sich ausgegrenzt, andersartig, ausgeschlossen und ungeliebt fühlen.
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Re: Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon TerrorEngel » 24.02.2009, 19:18

Hallo

mein Sohn hat einige Anzeichen auf Hyperaktivität,
er wurde auch schon getestet und macht jetzt eine Therapie,
doch die Schule lässt sich nicht wirklich auf Ihn ein.

Ständig wird er von der Leherin gedemütigt,
angeschrien, er könne dies nicht er könne das nicht.

Hab schon überlegt Ihn von der Schule zu nehmen,
aber er mag die Schule und sein Mentor,
wo ich dann wiederrum denke noch ein neuer Abschnitt wiirft Ihn aus der Bahn.

Ich weiss der Zeit nicht weiter.

Er hat diese Konflikte, Konzentrationschwächen, Wutausbrüche,
Versteifung bei Enttäuschung etc...

Bin echt verzweifelt ...
Ich möchte Ihm doch so gern Helfen.

LG TerrorEngel
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Re: Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon Andrea » 24.02.2009, 22:46

hast du mal mit dem lehrer geredet
ich kenn das und weis das einige lehrer sich schwer tun
vielleicht mal um ein gespräch beim rektor bitten
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Re: Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon TerrorEngel » 24.02.2009, 23:42

die leherin von meinem sohn ist die schulleiterin
und hatte schon mehrere gespräche mit ihr.

sie redet ständig gegen mein zwerg,
er macht dies er macht das,
höre echt selten eigentlich nie was positives.
nur von seinem mentor zwischen durch mal.
aber sie ist ein richtiges biest.
TerrorEngel
 

Re: Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon Andrea » 24.02.2009, 23:46

TerrorEngel hat geschrieben:die leherin von meinem sohn ist die schulleiterin
und hatte schon mehrere gespräche mit ihr.

sie redet ständig gegen mein zwerg,
er macht dies er macht das,
höre echt selten eigentlich nie was positives.
nur von seinem mentor zwischen durch mal. kann der nicht vermitteln ?
aber sie ist ein richtiges biest.
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Re: Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon TerrorEngel » 25.02.2009, 00:37

ne leider kuschen die alle,
aber ich warte jetzt noch 1 woche und wenn es nicht aufhört schalte ich die behörden ein.
TerrorEngel
 

Re: Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon Milka » 25.02.2009, 13:22

sowas in der art kenne ich auch....meine ist zwar nicht so das er wutausbrüche - es äußert sich anders bei ihm .....aber in seiner klasse ist ein junge der wirft mit stühlen rum und soll so ausrasten das die lehrer ihn wohl sogar am arm ziehen und so.... er soll wohl auch ein führungsheft haben sagt mein sohn (es ist sein bester freund) wo immer reingeschrieben wird was passiert ist jeden tag......der junge war schon sehr oft bei uns zu besuch ...er ist bei uns wie ein lämmchen...höfflich und ganz lieb.....er redet zwar viel und ist sehr neugierig aber ansonsten kann ich nix feststellen...ich denke das es schon was damit zu tuhen hat ob die lehrer sich einlassen auf die kinder oder nicht...es gibt nun mal kinder gerade die die ads haben zb die lassen sich nicht am arm ziehen da rasten die aus ..... dieser konflikt muss ganz schön krass gewesen sein mein sohn hatte angst wieder in die schule zu gehen ....er meinte wenn er mal was falsch macht würde sie ihm auch so am arm ziehen zu seinem platz hin...... das soll die sich mal trauen..... echt schlimm sowas und sowas nennt sich pädagogen
Milka
 

Re: Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon nessa » 29.06.2009, 18:41

Hallo,
ist zwar lange her,das ihr hier geschrieben habt,aber vielleicht hilft es ja doch noch weiter...
also mein sohn ist jetzt 9jahre,und es gab immer mehr probleme in der schule,zuhause und im umfeld so freizeit mässig war alles in ordnung,wenn er zu klassenkameraden ging,oder zu bekannten,die sagten immer er sei super lieb und könnte jederzeit wieder kommen,aber in der schule war der horror,wenn ich auf meinem telefon schon las,wenn es klingelte,marvin schule,wäre ich am liebsten erst garnicht dran gegangen...er beendet jetzt die 3 klasse,als er fast ende 2 klasse war,rief die lehrerin mich an,und bat mich dringend um ein gespräch in der schule...sie sagte,sie hätte grosse angst um marvin,weil er in einem streit mit ihr drohte,sich um zu bringen,damit er nicht mehr in die schule müsse...darauf hin habe ich mich bei uns,wohne in düren,in der kinder und jugendpysiatrie gemeldet...war ein weiter weg,1jahr lang wurden tests gemacht,gespräche geführt,wir und die lehrerin mussten unmengen an fragebögen ausfühlen,und dann anfang des jahres gab es dann endlich ein ergebnis...ein kleines ADS...schock,aber nun ja,man muss lernen mit zu leben und um zu gehen...anfang mai wurde er minimal für vormittags die schulzeit auf medipedat,eine schwächere form von retalin,eingestellt,und ich war auch nicht begeistert davon,aber mein sohn ist sehr begabt,aber da er so schnell ausflippt und sich nach einiger zeit echt nicht mehr konzentrieren konnte,habe ich gesagt,wir versuchen es mit medis...und ich muss sagen,ich bin begeistert,er hat weniger probleme mit seinen mitschülern,da er seine wutausbrüche unter kontrolle hat,und sein selbstwert gefühl langsam zu nimmt,und er sich auch besser konzentrieren kann...habe bis jetzt schon eine menge erfahrung gemacht...die schule hat die ganze zeit gegen uns gearbeiten,und haben mir mit dem jugendamt gedroht und mit der e-schule,und das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen,und habe mich selbst an das jugendamt gewendet,jetzt haben wir einen familienhelfer,der einmal die woche mit meinem sohn was unternimmt,wie zb.radfahren oder so,und in allem wo ich fragen habe,steht er mir zur seite,ich kann das nur empfehlen,wenn man probleme hat,besonders mit schule oder so,wenn die mit ads nicht umgehen können,keine scheu,jemanden vom jugendamt mit nehmen,bewirkt meist wunder,da die schule in solchen fällen davon überzeugt ist,das die mutter oder die eltern nix fürs kind tun,und die einfach unerzogen sind,zeigt,das es nicht so ist,und denkt immer daran,ihr kämpft für euer kind,ihr könnt das auch,ich hab es auch geschafft für mein kind...
so,solltet ihr fragen haben,scheut euch nicht,wenn ich euch helfen kann,bin ich gerne dazu bereit...
Lieben Gruss nessa
nessa
 

Re: Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon Milka » 29.06.2009, 18:57

nessa hat geschrieben:Hallo,
ist zwar lange her,das ihr hier geschrieben habt,aber vielleicht hilft es ja doch noch weiter...
also mein sohn ist jetzt 9jahre,und es gab immer mehr probleme in der schule,zuhause und im umfeld so freizeit mässig war alles in ordnung,wenn er zu klassenkameraden ging,oder zu bekannten,die sagten immer er sei super lieb und könnte jederzeit wieder kommen,aber in der schule war der horror,wenn ich auf meinem telefon schon las,wenn es klingelte,marvin schule,wäre ich am liebsten erst garnicht dran gegangen...er beendet jetzt die 3 klasse,als er fast ende 2 klasse war,rief die lehrerin mich an,und bat mich dringend um ein gespräch in der schule...sie sagte,sie hätte grosse angst um marvin,weil er in einem streit mit ihr drohte,sich um zu bringen,damit er nicht mehr in die schule müsse...darauf hin habe ich mich bei uns,wohne in düren,in der kinder und jugendpysiatrie gemeldet...war ein weiter weg,1jahr lang wurden tests gemacht,gespräche geführt,wir und die lehrerin mussten unmengen an fragebögen ausfühlen,und dann anfang des jahres gab es dann endlich ein ergebnis...ein kleines ADS...schock,aber nun ja,man muss lernen mit zu leben und um zu gehen...anfang mai wurde er minimal für vormittags die schulzeit auf medipedat,eine schwächere form von retalin,eingestellt,und ich war auch nicht begeistert davon,aber mein sohn ist sehr begabt,aber da er so schnell ausflippt und sich nach einiger zeit echt nicht mehr konzentrieren konnte,habe ich gesagt,wir versuchen es mit medis...und ich muss sagen,ich bin begeistert,er hat weniger probleme mit seinen mitschülern,da er seine wutausbrüche unter kontrolle hat,und sein selbstwert gefühl langsam zu nimmt,und er sich auch besser konzentrieren kann...habe bis jetzt schon eine menge erfahrung gemacht...die schule hat die ganze zeit gegen uns gearbeiten,und haben mir mit dem jugendamt gedroht und mit der e-schule,und das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen,und habe mich selbst an das jugendamt gewendet,jetzt haben wir einen familienhelfer,der einmal die woche mit meinem sohn was unternimmt,wie zb.radfahren oder so,und in allem wo ich fragen habe,steht er mir zur seite,ich kann das nur empfehlen,wenn man probleme hat,besonders mit schule oder so,wenn die mit ads nicht umgehen können,keine scheu,jemanden vom jugendamt mit nehmen,bewirkt meist wunder,da die schule in solchen fällen davon überzeugt ist,das die mutter oder die eltern nix fürs kind tun,und die einfach unerzogen sind,zeigt,das es nicht so ist,und denkt immer daran,ihr kämpft für euer kind,ihr könnt das auch,ich hab es auch geschafft für mein kind...
so,solltet ihr fragen haben,scheut euch nicht,wenn ich euch helfen kann,bin ich gerne dazu bereit...
Lieben Gruss nessa



ersteinmal vielen lieben dank das du hier so offen sprichst und andern mut machst... und natürlich schön das es deinem sohn jezt besser geht ...hut ab das du das alles so geschafft hast und dich nicht unter kriegen lassen hast.... mein großer wird mittlerweile auch auf ads getestet ...heute waren wir beim ersten termin ... mal sehen..... viele liebe grüße milka
Milka
 

Re: Wie wirkt sich ADS im Schulalter aus?

Beitragvon nessa » 09.09.2009, 20:23

Hallo Milka,
habe mich lange nicht mehr hier blicken lassen,und gelobbe jetzt besserung,weil mich das ganze hier doch sehr interessiert,hier kann man mal mir helfen,aber vielleicht kann ich das hier auch bei dem ein oder anderen,wenn du mal frage zu ads hast,ich kenn mich mittlerweile schon etwas besser aus,dann kannst du mich auch ruhig per pn anschreiben...
Und auch danke fürs kompliment,wenn man viel stress mit sowas hat,muss man für sich mal etwas abstand von der sache nehmen,und es von aussen betrachten,dann sieht man es viel objektiver,und lernt auch anders mit der sache um zu gehen,habe auch schon mal den einen oder anderen tag abends in der Wanne geweint,und an mir gezweifelt,das ich das schaffe,aber dann hab ich mich richtig ausgeweint,neuen mut geschöpft,und mir selbst gedacht,du schaffst das alles,für dich und die Kinder,wenn dich der mut verlässt,und du meinst,es geht nicht mehr,versuchs mal,vielleicht geht es dir dadurch auch besser...
lg nessa
nessa
 


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