Wie kann man vorbeugen?
Zur Vorbeugung weiterer Anfälle sollte nach einem Fieberkrampf im Abstand von maximal drei Stunden Fieber gemessen werden und plötzliche Temperaturanstiege, mit Hilfe oben genannter Praktiken wie zum Beispiel Wadenwickeln vermieden werden. Generell sollte bei Infekten regelmäßig die Temperatur gemessen und auf erste Anzeichen eines möglichen Krampfes geachtet werden. Das Kind sollte viel Wasser trinken und auch die mehrfach erwähnten altbewährten Waden- oder Brustwickel können vorbeugen. Bei einer Körpertemperatur über 38,5 Grad Celsius sollten fiebersenkende Medikamente gegeben werden, um einen plötzlichen Temperaturanstieg und damit einhergehenden Fieberkrampf zu verhindern. Diazepam-Zäpfchen sollten nicht zur Vorbeugung verwendet werden, denn in Studien hat sich gezeigt, dass damit keine Fieberkrampfverminderung erreicht werden kann, sie helfen nur bei akuten Anfällen. Allerdings werden etwa 30 Prozent der Kinder trotzdem rückfällig und bekommen bei Infekten zwei oder mehr Krampfanfälle, mit circa sechs Jahren hören diese Krämpfe aber normalerweise auf.
Welche Folgen können Fieberkrämpfe haben?
Fieberkrämpfe sehen zwar recht beunruhigend aus, sind aber in der Regel harmlos. Es entstehen sehr selten bleibende Schäden im Gehirn des Kindes. Nur wenn die Krämpfe sehr lang anhalten, in kurzen Abständen immer wieder auftreten oder Epilepsie in der Familie vorkommt, könnten möglicherweise Schädigungen oder Funktionsstörungen im Gehirn auftreten. Ein Besuch beim Arzt nach einem Krampfanfall ist zur Ursachenforschung beziehungsweise richtigen Behandlung daher unerlässlich.
quellen angabe
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